Wissenswertes

Photovoltaik wird teurer

Die Schnäppchenphase ist vorbei. Ab Frühjahr 2026 steigen die Preise für Solarmodule, Wechselrichter und Speicher um 15 bis 20 Prozent – aus drei konkreten Gründen, die sich nicht umkehren lassen.

Ab 1. April 2026: China streicht Exportsubventionen

Steuerrückerstattungen für Solarmodule entfallen komplett. Speicher-Rabatte werden reduziert. Preisanstieg von 15–20% auf Modulebene erwartet.

1.
April
2026

China streicht Exportsubventionen für Solarprodukte

Ab dem 1. April 2026 entfallen die chinesischen Steuerrückerstattungen auf exportierte Solarmodule komplett. Auch Batteriespeicher sind betroffen. Das bedeutet 15–20% höhere Einkaufspreise – die direkt an die Endkunden weitergegeben werden. Die aktuellen Lagerbestände mit alten Preisen sind begrenzt.

Jahrelang kannten die Preise für Photovoltaikanlagen nur eine Richtung: nach unten. Übervolle Lager, aggressiver Preiskampf zwischen den Herstellern und chinesische Exportsubventionen haben die Preise für Solarmodule, Wechselrichter und Speichersysteme auf ein historisches Tief gedrückt. Diese Phase ist jetzt vorbei.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen genau, was die PV-Preise 2026 treibt, was das Zögern Sie konkret kostet – und warum jetzt der richtige Zeitpunkt für Ihre Solaranlage ist.

3 Gründe, warum Photovoltaik 2026 teurer wird

Grund 1

China streicht Exportrabatte

Grund 2

Silber auf Rekordhoch

Grund 3

Preiskampf ist beendet

Grund 1: China streicht den Exportrabatt

Fast alle Solarmodule und PV-Komponenten auf dem deutschen Markt kommen aus China. Bisher hat die chinesische Regierung ihren Herstellern großzügige Steuerrückerstattungen gewährt, wenn sie Ware ins Ausland exportiert haben. Das hat die Preise für PV-Anlagen in Deutschland künstlich niedrig gehalten.

Ab 1. April 2026: Exportsubventionen entfallen

Die chinesische Regierung streicht die Steuerrückerstattungen für den Export von Solarmodulen komplett. Auch für Batteriespeicher wird die Rückerstattung deutlich reduziert. Die Hersteller können diese Mehrkosten nicht alleine tragen – sie geben sie direkt an den Handel und die Endkunden weiter.

Solarmodule

Exportrabatt fällt komplett weg. Allein dadurch rechnen Experten mit 15 bis 20 Prozent Preissteigerung auf Modulebene.

Batteriespeicher

Auch bei Speichersystemen werden die Rückerstattungen reduziert. Die Mehrkosten werden direkt an die Kunden weitergegeben.

Grund 2: Silber auf historischem Rekordhoch

In jedem Solarmodul stecken feine Silberleiterbahnen, die den erzeugten Strom transportieren. Silber notierte Anfang 2026 auf einem historischen Rekordhoch von fast 95 Dollar pro Unze. Das Problem: Moderne, leistungsstarke monokristalline Module brauchen sogar mehr Silber als ältere Modelle.

Silberpreis-Entwicklung (USD/Unze)

202020$
202125$
202222$
202324$
202428$
202555$
202695$

Warum das wichtig ist: Wenn der Rohstoff teurer wird, wird das Endprodukt teurer – ganz ohne politische Entscheidungen oder Strafzölle. Diese Entwicklung ist auf den globalen Rohstoffmärkten verankert und lässt sich kurzfristig nicht umkehren.

Grund 3: Der Preiskampf ist vorbei

In den letzten zwei Jahren haben sich Hersteller gegenseitig mit Dumpingpreisen unterboten. Das Ergebnis: Viele Unternehmen sind insolvent gegangen. Die Hersteller, die überlebt haben, haben ihre Produktion gedrosselt. Das massive Überangebot an günstigen Anlagen ist abgebaut – wer Qualität will, zahlt jetzt wieder einen marktgerechten Preis.

Insolvenzen

Zahlreiche Hersteller und Händler haben den Preiskampf nicht überlebt und mussten Insolvenz anmelden.

Produktion gedrosselt

Überlebende Hersteller haben ihre Kapazitäten reduziert. Das Überangebot schrumpft rapide.

Preise normalisieren

Die Lagerbestände mit alten Preisen werden abverkauft. Danach gelten die neuen, höheren Preise.

EU-Schutzzölle möglich: Zusätzlich werden auf politischer Ebene EU-Schutzzölle auf Solarkomponenten aus Asien diskutiert. Sollten diese kommen, bedeutet das einen weiteren, direkten Aufschlag auf den Kaufpreis für alle PV-Anlagen in Deutschland.

Fazit der Marktanalyse

Alle drei Faktoren wirken strukturell – das sind keine vorübergehenden Schwankungen, sondern ein dauerhafter Richtungswechsel.

15–20%
Preissteigerung Module
+375%
Silberpreis seit 2020
0%
MwSt. – noch

Die Lagerbestände mit den alten Einkaufspreisen werden gerade abverkauft. Wenn diese weg sind, gilt der neue Preis.

Was kostet Sie das Zögern konkret?

Wer wartet, zahlt mehr – und verliert gleichzeitig Ersparnisse beim Stromverbrauch. Ein Rechenbeispiel für eine typische PV-Anlage mit Speicher:

Jetzt kaufen (Frühling 2026)

PV-Anlage 10 kWp inkl. Speicherca. 18.000 €
Mehrwertsteuer0%
Stromersparnis pro Jahrca. 900 €
Gesamtkostenab 18.000 €

6 Monate warten (Herbst 2026)

PV-Anlage 10 kWp inkl. Speicherca. 21.500 €
Mehrwertsteuer0% (gefährdet)
Verlorene Stromersparnisca. -450 €
Gesamtkostenab 21.500 €
Mehrkosten durch Warten: ca. 3.950 €

Rechenbeispiel: Basierend auf einer 10 kWp-Anlage mit 10 kWh Speicher, 5.000 kWh Jahresverbrauch und 70% Eigenverbrauchsquote. Die tatsächlichen Kosten variieren je nach Dachsituation und individueller Konfiguration.

Die Zeitachse der Preistreiber

Wann welche Kostenfaktoren wirksam werden

Jetzt – März 2026

Letzte Chance auf die günstigsten Preise. Lagerbestände mit alten Einkaufspreisen noch verfügbar. 0% MwSt. gilt. Gute Verfügbarkeit von Installateuren im Münsterland.

April 2026

Chinesische Exportsubventionen entfallen. Neue Ware wird ab sofort teurer eingekauft. Lagerbestände werden schnell abverkauft. Rush-Effekt bei Kunden und Installateuren.

Sommer 2026

Alte Lagerbestände aufgebraucht. Neue Preise gelten flächendeckend. Steigende Silberpreise verteuern Module zusätzlich. Installateur-Wartezeiten werden deutlich länger.

Herbst/Winter 2026 und danach

Volle Preissteigerung von 15-20% wirksam. Mögliche EU-Schutzzölle kommen hinzu. Eventuell Änderung der MwSt.-Befreiung. Deutlich höhere Gesamtkosten für PV-Anlagen.

Häufige Fragen zum Preisanstieg

Warum werden Photovoltaikanlagen 2026 teurer?

Drei Faktoren treiben die Preise gleichzeitig: China streicht ab April 2026 die Exportsubventionen für Solarmodule und Speicher, der Silberpreis ist auf ein historisches Rekordhoch gestiegen, und der jahrelange Preiskampf zwischen Herstellern ist beendet – viele Unternehmen sind insolvent gegangen. Diese strukturellen Veränderungen lassen sich nicht kurzfristig umkehren.

Um wie viel Prozent steigen die PV-Preise?

Branchenexperten rechnen ab Frühjahr 2026 mit Preissteigerungen von 15 bis 20 Prozent auf Modulebene – allein durch den Wegfall der chinesischen Exportrabatte. Zusammen mit den gestiegenen Silberpreisen und dem Ende des Preiskampfs könnten die Gesamtkosten einer PV-Anlage um 20 bis 30 Prozent steigen.

Sind Batteriespeicher auch von der Preissteigerung betroffen?

Ja, auch bei Batteriespeichern werden die chinesischen Exportrückerstattungen reduziert. Zusammen mit steigenden Rohstoffpreisen (Lithium, Kupfer) und der wachsenden Konkurrenz durch die E-Auto-Industrie um Batteriezellen sind Preissteigerungen von 15 bis 25 Prozent bei Speichersystemen realistisch.

Lohnt sich eine Solaranlage trotz Preisanstieg noch?

Ja – gerade deshalb lohnt es sich, jetzt zu handeln. Die aktuellen Preise sind historisch niedrig und die Lagerbestände mit den alten Einkaufspreisen werden gerade abverkauft. Wer jetzt bestellt, sichert sich noch die günstigen Konditionen. Zudem gilt weiterhin die 0% Mehrwertsteuer, und die Strompreise bleiben hoch – die Rendite einer PV-Anlage ist also nach wie vor sehr attraktiv.

Wann genau steigen die Preise?

Die chinesischen Exportsubventionen entfallen ab dem 1. April 2026. Die Auswirkungen auf die Endkundenpreise werden je nach Lagerbestand der Händler zeitversetzt spürbar – voraussichtlich ab Frühsommer 2026. Wer bis dahin bestellt und die Anlage beauftragt, kann sich noch die aktuellen Preise sichern.

Gilt die 0% Mehrwertsteuer auf PV weiterhin?

Aktuell gilt die Mehrwertsteuerbefreiung für PV-Anlagen, Speicher und Installation weiterhin. Es gibt jedoch politische Diskussionen über eine mögliche Einschränkung. Sollte die MwSt. wieder eingeführt werden, kämen zu den ohnehin steigenden Preisen nochmals 19% Aufschlag hinzu.

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Jetzt handeln – bevor die Preise steigen

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